Schweizerdeutsch - Suizo Alemán - Suisseallemand

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Schweizerdeutsch (schweizerdt. Schwizerdütsch, Schwiizertüütsch und ähnlich) ist eine Sammelbezeichnung für die in der Deutschschweiz gesprochenen alemannischen Dialekte.

Die schweizerische Variante des Standarddeutschen wird Schweizer Hochdeutsch (in der Schweiz: Schweizerhochdeutsch oder Schriftdeutsch) genannt und darf nicht mit Schweizerdeutsch verwechselt werden.



Geschätzte 4'450'000 Sprecher

Wortschatz

  • abverheit – misslungen, missglückt, missraten
  • allwäg, äuäModalpartikel «wohl»; in der Verwendung als satzwertige Partikel hat sich die ursprünglich ironische Bedeutung 'wohl kaum' durchgesetzt.
  • amel, amig(s), ame, aube – «jeweils» (von «allweil» und «allweg»)
  • Anke (m!) – «Butter»
  • asewäg – «gerade so» im Sinne von «ist es gleich so schlimm...»
  • äxgü´si, éxgüsee – «Entschuldigung!» (von französisch «excusez»)
  • Böögg – «Popel» (auch Figur am Sechseläuten)
  • briegge, greine, gränne, brüele, hüüle – «weinen»
  • brüele, bäägge – «schreien», «laut weinen»
  • Büsi, Büüssi, Busle – «Katze»
  • Chaschte, Schaft – «Schrank», aber auch «muskulöse(r), sportliche(r) Mann/Frau»
  • cheere – «drehen», «wenden»
  • Cheib – «Kerl» (grob oder kumpelhaft, bedeutete ursprünglich «Aas»)
  • cheibe – Verstärkung ähnlich wie «sehr» («cheibeguät» = sehr gut, «cheibegross» = sehr gross, etc.)
  • Chlapf – «Knall, Schlag», auch «Ohrfeige», «Auto» oder auch «(Alkohol-)Rausch»
  • chrampfe, chnorze – «hart arbeiten» (Chrampf – «harte Arbeit», aber auch Krampf oder Verkrampfung)
  • Du chasch mer blööterle! – etwa «Du kannst mich mal!»
  • eis ga/go zieh – «einen trinken gehen»
  • es fägt – «es macht Spass»
  • Gischpli, Fägnäscht – «unruhige Person» (vor allem Kinder)
  • Gonfi, Gumfi – «Konfitüre», «Marmelade»
  • Gröibschi, Gigetschi, Gürbschi, Bitzgi, Bütschgi, Butze, Bützgi – «Kerngehäuse»
  • grüezi – «(Gott) grüsse Euch», Grussformel für Leute, die man siezt bzw. früher ihrzte
  • grüessech ([ˈɡ̊ryə̯sːəx]) – «(Gott) grüsse Euch» (in Bern/Solothurn/Freiburg üblich, wo geihrzt statt gesiezt wird)
  • glette – «bügeln» (mit dem Bügeleisen, eigentlich «glätten»)
  • Goof (m, n) – «Balg», «Bube», «Gör» (meist als Schimpfwort empfunden; in einigen Gegenden aber auch die gewöhnliche Bezeichnung für ein Kind)
  • Grind – «Kopf» (salopp)
  • gsi – «gewesen» isch schö gsi: es ist schön gewesen
  • gumpe – «springen, hüpfen»
  • Gumsle, Gluggere – verachtendes Schimpfwort, sagt man nur bei weiblichen Personen
  • Gutsch – «Schluck» oder auch eine überschwappende Menge Flüssigkeit, zum Beispiel aus einem Eimer
  • hoi – (daneben auch sali, salü, sälü, von französisch «salut») – Grussformel für Leute, die man duzt, als Ursprung ist «ahoi» anzunehmen
  • Hudigäggerler - «Schweizer Volksmusik»
  • huere – zeigt als Adjektiv/Adverb Intensivierung an, kann je nach Dialekt und Kontext als üblicher umgangssprachlicher Ausdruck (insbesondere in der Jugendsprache) oder als derber Fluch verstanden werden.
  • Ich mag mi nümm bsinne/erinnere – «Ich kann mich nicht mehr erinnern»
  • Ich mag nümme – «Ich kann nicht mehr/bin fix und fertig» oder aber: «Ich kann nicht mehr [essen]», d. h.: «Ich bin satt»
  • in Uusgang gaa – «ausgehen» (hat nichts mit dem Flur zu tun), ursprünglich militärsprachlich
  • gheie – «fallen, stürzen; (hinab-)werfen»
  • Kolleeg – «Kumpel, Freund»
  • lauffe, louffe – «gehen»
  • leere – in vielen Dialekten sowohl «lehren» als auch «lernen»
  • lisme – «stricken»
  • lose – «zuhören, horchen», auch «gehorchen» (aber: (g)hööre – «hören»)
  • luege – «schauen, lugen» (aber: (g)seh – «sehen»)
  • merssi – «Dankeschön» (von französisch «merci»)
  • Nidel – «Rahm»
  • öppe – «etwa, ungefähr»
  • öpper – «jemand»
  • öppis, näbis – «etwas»
  • poschte – «einkaufen» (bei Spontankäufen sagt man: chröömle, chröömerle, gänggele)
  • Puff – «Unordnung» (aber auch «Bordell»)
  • rüere – «rühren», aber auch «werfen»
  • Sack – «Tüte», auch abgekürzt für Hosesack – «Hosentasche»
  • schmöcke – «riechen», jünger unter hochdeutschem Einfluss auch «schmecken»
  • schnore - «labern, plappern»
  • Schnuddergoof – «Bengel, Balg», verstärkter Ausdruck für Goof
  • Schoofseckel – etwa «Arschloch, Volltrottel»
  • Stäge – «Treppe», «Stiege»
  • Siech – «Typ» (grob, meist in Verbindung mit «geile» (um Respekt auszudrücken), «blööde» (um Verachtung auszudrücken) oder «huere» (als allgemeiner Fluch, wie z. B. «verdammt!»), bedeutete ursprünglich «Kranker», siehe Siechtum.
  • springe, weniger schön auch seckle – «rennen, laufen»
  • studiere – «nachdenken, überlegen» (aber auch studieren an einer Universität)
  • Stutz – sowohl ein «Ein-Franken-Stück» (z. B. «Hesch mer en Stutz?» – Hast du mir einen Franken/etwas Geld?) als auch eine «Erhebung» oder eine steile Stelle im Gelände, eine steil aufwärts führende Strasse
  • tönt guet – «klingt gut»
  • tschuute, schutte – «Fussball spielen» (von englisch «to shoot»)
  • ufem Sprung sii – «es eilig haben»
  • Ufzgi – «Hausaufgaben»
  • vis-à-vis – «gegenüber» (z.B. auf der anderen Strassenseite)
  • voorig, vöörig, vüürig – «genügend; übrig» (’s hät no voorig, das isch no voorigplibe; aber auch «zur Genüge»: das langet voorig)
  • Zmorge – «Frühstück»
  • Znüüni – «Snack» (am Vormittag)
  • Zvieri – «Snack» (am Nachmittag)
Roger Federer spricht Schweizerdeutsch (mit Untertitel)

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